Klima und Energiemodellregion Mondseeland

KEM-Leitbild der Region

Ziele der Klima- und Energiemodellregion Mondseeland 

  • Steigerung der Energieeffizienz, des Anteils an Erneuerbaren Energien, Klimaschutz und Energieeinsparung:
    • Bewusstseinsveränderung
    • Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Informationsaustausch, Vorträge, öffentliche Veranstaltungen, soziale Medien)
    • Gemeindeübergreifende Vernetzung (Gemeinden, Ausschüsse, Bürger, Vereine, Informationsaustausch etc.)
    • Durchführung Energiebuchhaltung in allen Gemeinden
    • Berücksichtigung von Privat, Gewerbe, Landwirtschaft, Tourismus, Öffentlich
    • Umsetzung von Maßnahmen in allen Bereichen und Sektoren

1. Mobilität

  • Langfristige Veränderung des Mobilitätsverhaltens in der Region
    • Langfristige Steigerung des Modal Splits in den Bereichen ÖPNV, Fußgänger und Radfahrer durch Bewusstseinsbildung, Schaffung von alternativen Angeboten und Systemen (z.B. Carsharing, Fahrgemeinschaften, Verdichtung E-Ladeinfrastruktur, Fahrradberatung, Attraktivitätssteigerung öffentlicher Verkehr)
    • Verringerung der CO2-Emissionen
    • Senkung der Abhängigkeit der KEM-Gemeinden von fossilen Brennstoffen
    • Förderung der E-Mobilität sowie der Sharing-Systeme
    • Steigerung der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel
    • Erweiterung des Angebotes alternativer Mobilitätssysteme
    • Verringerung der Abhängigkeit von Zweitautos
    • Basis: Masterplan „FUMObil – Zukunft der Mobilität“ (umfassende Daten- und Informationsgrundlage, mögliche Folgeprojekte)

2. Wasser- und Sonnenenergie

  • Verstärkte Nutzung alternativer, Erneurbarer Energien
    • Anhebung bzw. Erhalt des Anteils an Kleinwasser- und Solarkraft, Biomasse-Nutzung zur Strom- und Wärmeerzeugung
    • Schonende Ressourcennutzung

3. Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit

  • Steigerung des Bewusstseins und der Bekanntheit gegenüber Klimaschutzthemen (Erneuerbare Energien, durchgeführte Maßnahmen etc.)
    • Auseinandersetzung der Bevölkerung mit Energiefragen im privaten, öffentlichen, landwirtschaftlichen und gewerblichen Bereich
    • Bessere Wahrnehmung bezüglich Verbraucherverhalten
    • Öffentlichkeitswirksame Positionierung der Region und stetige Präsenz als innovative und aktive Region
    • Verbesserung des Image der Region, der regionalen Wertschöpfung und Ortsverbundenheit durch Auftreten nach außen und Berücksichtigung wirtschaftlicher und touristischer Strukturen
    • Positive Wirkung auf nachfolgende Generationen in ihren Werten, Handlungen und Visionen
    • Senkung des Wärmeenergiebedarfs durch thermische Sanierungen von Altbauten, Einhaltung von Standards bei Neubauten (öffentlicher und privater Bereich)
    • Einbeziehung von Schulen (Programme, Workshops, Unterrichtsschwerpunkte etc.)

4. Kommunikation, Organisation, Energiestrategie und -management

  • KEM-Management:
    • Organisation, Vernetzungstätigkeiten
    • Festigung gemeindeübergreifender Kommunikations- und Kooperationsstrukturen
    • Plattform und Drehscheibe für Austausch, Information, Beratung, Strategieentwicklung und Koordination der Maßnahmen
    • Stärkung des Zusammenhaltes durch Austausch über eigene Grenzen hinaus, Durchführung öffentlicher Veranstaltungen, u.v.m.

KEM-Projekte

1. Mobilität

2. Solarenergie

3. Klimaschulen

4. Wasserkraft

5. Energie/Bewusstseinsbildung 

 

KEM-Fotoshooting im Mondseeland

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KEM-Fakten

1. Geographische Lage

Die sechs Gemeinden der KEM Mondseeland befinden sich im oberösterreichischen Salzkammergut, einem landschaftlichen und historischen Kulturraum am Nordrand der Alpen. Alle 6 Gemeinden sind Mitglieder der REGMO, durch die Zusammenarbeit in der Regionalentwicklung entwickelte sich auch die Ferienregion Mondsee-Irrsee. Das Gebiet der Gemeinden erstreckt sich über eine Fläche von 121,24 km². Die Bevölkerungsdichte beträgt 95/km²

Alle Gemeinden sind überwiegend ländlich bzw. landwirtschaftlich geprägt. Durch die Nähe zur Landeshauptstadt Salzburg und den attraktiven Lebensraum hat sich die Bevölkerung in der Region zwischen 2001 und 2013 mit einem Plus von 7,5 % sehr positiv entwickelt und liegt damit im Vergleichszeitraum deutlich über dem Landesdurchschnitt von Oberösterreich (+ 3,0%).

Das Mondseeland ist stark von einer klein strukturierten, großteils sehr naturnahen Landwirtschaft geprägt, ersichtlich durch den weitgehenden Verzicht auf Silofütterung. Neben einer geringen Ackernutzung und einem Waldanteil von ca. 50 % herrscht die Grünlandwirtschaft vor, die aufgrund der Betriebsstruktur mit einem minimalen Einsatz an Handelsdünger und Pestiziden betrieben wird.

2. Beschreibung der Stukturen (Wirtschaft, Mobilität, Energieversorgung, verfügbare Ressourcen…)

Der wirtschaftliche Hauptort der Region ist Mondsee, wobei viele Betriebe der Agglomeration Mondsee zuzuzählen sind, obowohl sie in angrenzenden Gemeinden liegen. Die Region Mondseeland stellt sich als vielfältige, aber klein strukturierte Region dar. Dabei ist die Dynamik sehr hoch, wie die Zahl der Betriebsgründungen zeigt.

Ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Region ist der Tourismus, welcher jedoch weitgehend einsaisonal ist. Mit Projekten in der LEADER+ Periode wurde ein Grundstein gelegt, den Tourismus auszubauen.

Die Region wird von der Westautobahn A1 durchquert, die Autobahnabfahrten Mondsee und Oberwang (seit 2006) sind Grundlage für eine sehr gute Erreichbarkeit. Die Westbahn kreuzt die Region ebenfalls, durch den Bahnhof in Oberhofen ist auch per Bahn eine gute Erreichbarkeit gegeben. Der öffentliche Personennahverkehr spielt aber nur eine untergeordnete Rolle und ist auch nur wenig ausgebaut. Abgesehen von einer stündlichen Autobus-Verbindung von Mondsee nach Salzburg gibt es innerhalb der Region und insbesondere nach Vöcklabruck nur wenige Autobus-Verbindungen.
Eine überdurchschnittlich große Rolle spielen die Gewässer und das Wasser selbst in der Region. Sowohl geographisch – Seen, Zuflüsse, Moore, Streu-wiesen – als auch wirtschaftlich: es befinden sich zwei wissenschaftliche Institute (Bundesamt für Wasserwirtschaft in Scharfling, Limnologisches Institut der Akademie der Wissenschaften in Tiefgraben) sowie mehrere Wirtschaftsbetriebe, die sich mit dem Thema Wasser (BWT, Camaro, Claro) beschäftigen, in der Region. Im Jahr 2007 wurde das Technologiezentrum Mondseeland mit dem Schwerpunkt Wasser- und Umwelttechnik gebaut. Durch den Verbund der Technologiezentren ergeben sich auch für die Regionalentwicklung wertvolle Synergien, die in der laufenden LEADER-Periode genutzt werden sollen. Ziel ist es, die Gewässer, welche eine so bedeutende Rolle im Mondseeland spielen, in ihrer Qualität zu erhalten bzw. sogar zu verbessern. Die Landschaft und mit ihr die Seen bilden auch in Zukunft die Voraussetzung für den Tourismus einerseits und für eine hohe Lebensquali-tät der Bewohner andererseits.
In der Vergangenheit sehr positiv wahrgenommen wurden LEADER-Aktivitäten im Bereich erneuerbare Energien und die damit verbundene Bewusstseinsbildung für die Bevölkerung im Mondseeland. So wurde mit der Energieregion Salzkammergut bereits ein Grundstein gelegt, die Region als Energieregion zu positionieren. Hier war das Technologiezentrum Mondseeland im Bereich Erneuerbare Energien wichtiger Kooperationspartner. Diese Kompetenz soll nun mit der KEM Mondseeland ausgebaut werden.

3. Stärken und Schwächen der Region

Die Region verfügt über eine hohe Anpassungsfähigkeit in Bezug auf Klimaziele – insbesondere durch vorhandene Ressourcen wie Sonne, Holz und Wasser im Bereich erneuerbarer Energie.
Im Rahmen der LES 2014-2020 der LAG FUMO, welcher die Mitgliedsgemeinden der KEM Mondseeland angehören, wurden im Rahmen einer SWOT Analyse folgende Entwicklungsbedarfe ausgearbeitet:
Durch den global steigenden Energiebedarf und den ungebremsten Motori-sierungstrend wird der Klimawandel begünstigt, der sich im Alpenraum besonders stark auswirkt. Europäische und nationale Strategien zur Reduktion bzw. Anpassung müssen auf regionaler Ebene berücksichtigt bzw. umgesetzt werden.

  • Forcierung und Förderung alternativer Energieträger sowie alternativer Mobilität
  • Effizienzsteigerung bei Energieverbrauch, Ressourceneinsatz und Mobilität
  • Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung der regionalen Bevölkerung – insbesondere durch die Umsetzung von Pilotprojekten im Bereich Klimaschutz durch die Gemeinden
  • Stärkung der Anpassungsfähigkeit der Region auf Folgen des Klimawandels – v.a. im Zusammenhang mit einem aktiven Naturraum – und Ressourcenmanagement.

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