Die „Lange Nacht der Museen" in Mondsee stand heuer ganz im Zeichen des „UNESCO Welterbes Pfahlbau". Einer der Höhepunkte an diesem Abend war die Buchpräsentation „Weltkulturerbe See" durch den Autor Reg.Rat i.R. Johann Offenberger. Die Publikation gibt einen Bericht über die vor 25 Jahren eingestellten umfangreichen Pfahlbauuntersuchungen im Mondsee und Attersee, bringt bisher noch unveröffentlichte Forschungsergebnisse und macht kritische Ausblicke in
die Zukunft.
Die Gemeinden Seewalchen, Mondsee und Attersee setzen neue Initiativen zur Präsentation des UNESCO Welterbes „Prähistorische Pfahlbauten rund um die Alpen". Deshalb fand von 21.-22. Juni 2012 am Attersee und Mondsee eine Internationale Archäologische Fachtagung zum Thema „Lebensader Wasser" statt.
Im Juni 2011 wurden die Pfahlbauten zum UNESCO-Welterbe erklärt. Die Welterbestätte „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen" umfasst 111 archäologische Fundstellen. Von den fünf Fundstellen in Österreich befinden sich vier davon in Oberösterreich darunter die Stelle „See im Mondsee".Bereits von 1960 bis 1984 fanden Pfahlbau-Untersuchungen durch das Bundesdenkmalamt, das Landesmuseum und den Heimatbund am Mondsee statt. Der Leiter der damaligen Pfahlbau-Untersuchungen des Bundesdenkmalamtes ab 1969, RegR Johann Offenberger, fasst heute die Ergebnisse seiner 25-jährigen Forschungstätigkeit zusammen. Das Manuskript "Weltkulturerbe See" hat RegR Johann Offenberger dem Heimatbund Mondsee zur Verfügung gestellt. Die Ergebnisse dieser Forschungen können im Österreichischen Pfahlbaumusuem in Mondsee besichtigt werden. Das Manuskript kann ab sofort in den Mondseer Museen käuflich erworben werden.

Vertreter aus den Gemeinden der österreichischen Pfahlbau-Welterbestätten Mondsee, Attersee und Keutschacher See trafen sich zu einem überregionalen Pfahlbau-Austausch in der Marktgemeinde Mondsee.
Die Übergabe des UNESCO-Welterbe-Zertifikates für die „Prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen" an Österreich fand im September in Neuchâtel in der Schweiz statt. Eine 35-köpfige Delegation aus dem Mondseeland und der Attersee-Region nahm an der Fachexkursion „Weltkulturerbe Pfahlbau" teil.
Die Überreste von Siedlungen an Ufern von Alpenseen zählen zu den bedeutendsten archäologischen Kulturgütern Europas. Deshalb läuft unter der Federführung der Schweiz derzeit eine Initiative zur Aufnahme zum archäologischen Weltkulturerbe. Im Juni 2011 wird bei der Sitzung der UNESCO in Bahrain die Entscheidung fallen. Für die Nominierung zum UNESCO-Welterbe sind acht Fundstellen aus Österreich, davon sieben in Oberösterreich vorgesehen: 1 Stelle am Keutschachersee in Kärnten, 6 Stellen am Attersee sowie die Fundstelle „See im Mondsee", nach deren Keramikfunden die jungsteinzeitliche Mondsee-Gruppe benannt wurde.
